Deutschlandfunk, Samstag, 30.01.2021 um 22.05-22.50 Uhr,

Atelier neuer Musik:

Raummusik der inneren Seele

Der Komponist Roberto David Rusconi

Von Matthias R. Entreß

https://i9.ytimg.com/vi/7GWlu_ZXoHY/mqdefault.jpg?time=1611535200000&sqp=COCmuIAG&rs=AOn4CLC8Vuat3-Ve80stWaX7iXwNLud3iAPhoto: © Simon Marshall

 

 

Roberto Rusconis Kammermusik brodelt. Seine Interpreten haben permanente Takt- und Tempowechsel zu leisten. Aber der ewige Wandel ist die primäre Eigenschaft des Lebens, und so auch von Rusconis Musik.

Der 1976 in Venedig geborene Komponist, der heute in London lebt, erhielt schon im Elternhaus universelle Musikkenntnisse – von der Klassik bis zum Free Jazz. Als 16-Jähriger hatte er bereits Dirigierunterricht bei Carlo Maria Giulini. Am Ende seines Musikstudiums in Padua empfand er sich selbst als Enzyklopädie musikalischer Stile – das war für ihn eine sehr schwere Last. Rusconis heutige Kammermusik fesselt Hörer wie Ensembles durch ihre hyperexpressionistische Intensität. Musiktheatrale Arbeiten und elektronische Werke ziehen das Publikum fast auch physisch ins Innere der klanglichen Prozesse hinein. Der Terminus technicus dafür lautet „Immersion“ – gemeint ist das Eintauchen in eine simulierte Umgebung. Die Kammeroper „Dionysos rising“ beispielsweise stellt Gestalten der griechischen Mythologie als Patienten in einer psychiatrischen Rettungsstelle dar und gibt Rusconis neurophysiologischen Studien und seiner Erfahrung mit ADHS musikalischen Ausdruck.

 

 

 

 

 

Vom 15.-17. Oktober 2021, ufaFabrik Berlin:

Jeong-Ga-Ak-Hoe-Festival: Alte Musik aus Korea

Kurator: Matthias R. Entreß

 

Ein Festival mit der Gruppe Jeong ga Ak Hoe aus Seoul

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorläufiges Programm

Dauerticket 45,-/28,-

 

Freitag, 15.10.21

 

18 Uhr: Einführung mit Matthias R. Entreß, Kurator

 

Konzert I:

19 bis ca. 22 Uhr - Festival Auftakt

Abend-Ticket 15,-/ erm. 10,-

 

    JGAH: Gwanak Yeongsanhoesang (aristokratische Festmusik)

 

     Pause

 

Gasa, Sijo, Gagok, Minyo: Kammermusik mit Gesang

 

Pause

 

MODERN I

Zeitgenössisches für traditionelle Instrumente (Erhard Grosskopf: „Klangfeld 1“ für 9 koreanische Instrumente, und neues Werk eines koreanischen Komponisten N.N)

 

 

 

 

Samstag, 16.10.21 Tageskarte 18,-/12,-

 

Konzert II:

15 Uhr: Pansori

Ticket 12,-/8,-

 

Wanchang Pansori „Sugungga – Das Lied vom Unterwasserpalast“ (gesungener Roman, ca. 3 Stunden, Gesang und Trommel) mit Frau Shin Haerang, Gesang, Herr Ham Dongwoo, Trommel Buk

 

***

 

Konzert III: 19 Uhr

Abend-Ticket 12,-/8,-

 

JGAH: Gagok (Liederzyklus)

 

21.30 Uhr

Late night mix verschiedener Stile

 

 

Sonntag 17.10.21 Tageskarte 18,-/12,-

 

15 Uhr, Eintritt frei

Diskussion: Die Rätsel der koreanischen Musik – Warum ist sie so anders? (über die (Un-)Anwendbarkeit westlichen Musikdenkens)

 

Konzert IV: 16 Uhr Konzert Ticket 12,-/8,-

Sanjos – Suiten für Soloinstrument und Trommel, und mehr

 

19 Uhr Abend-Ticket 12,-/8,-

MODERN II (anknüpfend an die Musik der Volkstraditionen)

- Pause –

Sinawi und mehr (Traditionen improvisierter Musik)

 

danach

Ausklang mit allen Mitwirkenden