Liebe Radiofreundin, lieber Radiofreund,

am Mittwochabend, den 20.10.21, 5 Minuten nach Mitternacht (also nominell am 21.10.21 um 0.05 Uhr) sendet Deutschlandfunk Kultur meinen Beitrag über Ernstalbrecht Stieblers und Tilman Kanitz' gemeinsame Improvisationskunst. Daß Stieblers reduktionistische Kompositionsweise sich einmal, dazu noch im höchsten Lebensalter, der freien Improvisation öffnen würde, erscheint weniger erstaunlich, wenn man bedenkt, daß er die menschliche Komponente bei der Interpretation seiner Musik als unwägbares Element stets hochgeschätzt hat. Der Cellist Tilman Kanitz ist als Interpret, Komponist, Experimentator von jeher breit aufgestellt; seine Klangkultur wurzelt weltweit - er hat sich auch vor Ort mit indischer Musik auseinandergesetzt. In der Sendung gibt es unter anderem vier komplette Improvisationen der beiden Musiker zu hören.

Die Sendung wird später auf der Mediathek von Deutschlandfunk Kultur abrufbar sein -

 

Am 7. November um 23.05 Uhr auf BR-Klassik gibt es meine Sendung

„Die Đàn tranh und die Erstarkung des Weiblichen“
Ein Porträt der vietnamesischen Zitherspielerin Nguyễn Thanh Thủy
von Matthias Richard Entreß

 

Seit ihrem 8. Lebensjahr spielt Nguyễn Thanh Thủy die vietnamesische mit 16 Stahlsaiten bespannte Wölbbrettzither Đàn tranh, hat zahlreiche Preise gewonnen und trat oft im vietnamesischen Fernsehen auf. Doch die ausschließlich anmutige Weiblichkeit in Gestik und Erscheinung betonende Präsentation erkannte sie als Mißbrauch der Tradition und Erniedrigung als Künstlerin. 2006 gründete sie mit dem Gitarristen Stefan Östersjö und der Đàn Bầu -Spielerin Ngô Trà My das Trio The Six Tones, das die Klangwelt und Tradition der Instrumente nicht mit einengenden Kompositionen, sondern durch intensive Kooperation erforscht und auch in Installationen und Performances den Körper als Objekt und Subjekt von Musik und Kulturen reflektiert. Unbestechlich treu zur musikalischen Tradition Vietnams ist die vielseitige Musikerin, die jetzt in Stockholm lebt, gleichzeitig offen für die Erforschung einer Gegenwartsmusik im interkulturellen Raum abseits des Diktats westlicher Ästhetik.

 

 

 Das für Okt. 2021 geplante Festival mit alter und neuer Musik aus Korea mit der Gruppe Jeong Ga Ak Hoe aus Seoul plus Gästen in der ufaFabrik Berlin ist auf 23.-25. September 2022 verschoben worden. Das Festival wird vom Hauptstadtkulturfonds gefördert, der dankenswerter- und großzügigerweise der Verschiebung zugestimmt hat. Bitte beachten Sie den vorläufigen Programmplan s.u., bzw. mit Erläuterungen): PDF

Die Musiker möchten nach dem Festival gern - zu fairen Bedingungen, die auszuhandeln sind - in anderen deutschen Städten auftreten - Vorschläge sind herzlich willkommen – Matthias R. Entreß, entresz(at)gmx(punkt)de

 

Vom 23.-25. September 2022, ufaFabrik Berlin:

Jeong-Ga-Ak-Hoe-Festival: Alte Musik aus Korea

Kurator: Matthias R. Entreß

 

Ein Festival mit der Gruppe Jeong ga Ak Hoe aus Seoul

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorläufiges Programm

 

Freitag, 23.09.22

 

18 Uhr: Einführung mit Matthias R. Entreß, Kurator

 

Konzert I:

19 bis ca. 22 Uhr - Festival Auftakt

 

 

    JGAH: Jajinhanip (aristokratische Festmusik, Ensemble 1, 6 Instrumente) (ca. 40 min) (Ensemble 1, 6 Personen)

  Pause

 Gasa, Sijo, Gagok, Minyo: Kammermusik mit Gesang – Ensemble 2, 9 Personen

 Pause

 MODERN I Zeitgenössisches für traditionelle Instrumente (Grosskopf, und koreanischer Komponist N.N.) (ca. 45 min) 9 Personen, Ensemble 1

 

 

 

 

Samstag, 24.09.22 Tageskarte 18,-/12,-

 

Konzert II:

15 Uhr: Pansori

 

Wanchang Pansori „Sugungga – Das Lied vom Unterwasserpalast“ (gesungener Roman, ca. 3 Stunden, Gesang und Trommel) mit Frau Shin Haerang, Gesang, Herr Ham Dongwoo, Trommel Buk

2 Personen

 

***

 

Konzert III: 19 Uhr

 

 

JGAH: Gagok (Liederzyklus) (7 Personen)

 

 

 

Sonntag, 25.09.22

 

15 Uhr, Eintritt frei

Diskussion: Die Rätsel der koreanischen Musik – Warum ist sie so anders? (über die (Un-)Anwendbarkeit westlichen Musikdenkens)

 

Konzert IV: 16 Uhr Konzert Ticket 12,-/8,-

Sanjos – Suiten für Soloinstrument und Trommel, und mehr

 

19 Uhr

MODERN II (Porträt Yoon Hye-jin)

- Pause –

Pungryu (gelehrte Musik) abseits höfischer Tradition

 

danach

Ausklang mit allen Mitwirkenden